Sie bekam über 2000 Anzeigen und der Staatsanwalt riet ihr, sie solle besser Pullover stricken. Doch Beate Uhse gründete den ersten Sexshop und eine Erotik-Dynastie. Jetzt wird ihr Leben verfilmt.
Ihr Leben schreit geradezu nach einer Verfilmung: Beate Uhse war nicht nur Vertriebene, Kunstflug-Artistin und Mutter, sondern sie war auch eine Sex-Pionierin im Nachkriegsdeutschland. Sie soll 1962 den ersten Sexshop der Welt gegründet haben und musste sich wegen ihres Erotikversands über 2000 Klagen stellen. Kein Wunder, dass das ZDF nun einen Film über die 2001 verstorbene Beate Uhse drehen will. Unter dem Titel «Beate Uhse - Ich will Freiheit für die Liebe» soll die Vita der Ostpreussin in der Zeit nach dem Krieg bis in die 60-er Jahre beleuchtet werden.
Viele spannende Geschichten bieten sich hier also dem ZDF an, um einen anständigen Sonntagabendfilm über eine Powerfrau zu machen. Die trennte sich übrigens 1972 von ihrem zweiten Mann, überstand 1983 eine Magenkrebsbehandlung und wurde 1989 mit dem Bundesverdienstkreuz gehört – alle früheren Klagen zum trotz. Nach der Wende verteilte sie ihre Kataloge im unterversorgten Osten und brachte der Firma einen zweiten Frühling. 1999 machte Flensburg sie zur Ehrenbürgerin, bevor sie 2001 in St. Gallen an einer Lungenentzündung starb.
Quelle: 20min.ch
deutsch
englisch
franzsisch
spanisch



